Anlegen 2021 – Teil 15: Private Equity: Hoher Zulauf, günstige Firmen: 2021 könnte ein Boomjahr für Private Equity werden
Der deutsche Private-Equity-Markt hat den Corona-Schock aus dem Frühjahr längst überwunden.
Foto: AFPFrankfurt. Die kurzfristigen Zinsen der Notenbanken bleiben auf längere Sicht auf einem sehr geringen Niveau. Diese Nullzinspolitik treibt Investoren in alternative Anlageklassen. Davon profitiert insbesondere der Markt für Private Equity, also für Beteiligungskapital. Auch Investments in Infrastruktur sowie private Kredite außerhalb des Bankensektors (Private Debt) bleiben gefragt.
Die Profi-Anleger haben ihre Aktivität schon deutlich erhöht. Auch die Angebote für private Vermögen nehmen sukzessive zu. Alternative Investments seien für die Mehrheit der Teilnehmer keine Nische mehr, sondern ein fester Bestandteil des Portfolios, sagt Frank Dornseifer, Geschäftsführer des Bundesverbands Alternative Investments (BAI).
Investments dieser Art würden durchschnittlich 22 Prozent des Portfolios ausmachen. Bis zum Jahr 2025 werde sich der Anteil voraussichtlich auf 26 Prozent erhöhen.
Institutionelle Investoren setzen laut einer BAI-Untersuchung vor allem aus Gründen der Portfoliodiversifikation auf alternative Anlagen. 96 Prozent der Befragten führen dies als Grund an. Ein gutes Rendite-Risiko-Verhältnis ist für 85 Prozent bedeutsam, für 75 Prozent sind alternative Anlagen eine passende Alternative in Niedrigzinszeiten.