Betrug: So erkennen Sie unseriöse Finanzangebote
Wer Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte Anzeige bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft erstatten.
Foto: Getty ImagesFrankfurt. Sie nennen sich Weltweit-Sparen, Spar-Allianz oder Sparpiloten – doch anders als Weltsparen, Allianz und Zinspilot haben diese Plattformen keine Geschäftserlaubnis der Finanzaufsicht Bafin, und mit großer Wahrscheinlichkeit sehen Anleger ihr Geld bei diesen Firmen nie wieder.
Fast täglich veröffentlichen die Finanzaufseher neue Warnungen vor dubiosen Anbietern, die das Geld ihrer Kunden angeblich schnell und unkompliziert vermehren wollen. Allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres gab es bereits 114 Warnungen vor sogenannten unerlaubten Geschäften – ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum.
Die Zahlen steigen seit Jahren. Zum einen nehmen die Betrügereien zu, zum anderen dürfen die Aufseher seit Ende 2020 bereits dann vor Anbietern von Bank- und Finanzdienstleistungen warnen, wenn der Verdacht auf unerlaubt betriebene Geschäfte besteht. Zuvor mussten sie ein Geschäft erst förmlich untersagen.
Manche Betrugsmaschen sind Klassiker, andere gibt es erst seit Kurzem. Wie die Tricks funktionieren und worauf Anleger beim Geldanlegen im Internet achten sollten.
1. Geldanlage: Wann warnt die Bafin vor unerlaubten Geschäften?
Wer in Deutschland Finanz- und Wertpapierdienstleistungen anbieten möchte, braucht die Erlaubnis der Finanzaufsicht Bafin. Erfahren die Aufseher von einem Unternehmen, das sich ohne Lizenz an Kunden wendet, veröffentlichen sie dazu eine Warnung und ermitteln gegen die Betreiber. Zuletzt warnte die Bafin etwa vor „concepty.co“, „ico-assets.com“, „roxana-performance.com“ und „wsinvestmentco.com“.