Containerinvestments: Insolvenzverwalter hat im P&R-Skandal bereits eine halbe Milliarde Euro gerettet
Drei Jahre nach der Pleite erhalten Gläubiger erstmals eine Zahlung aus der Insolvenzmasse.
Foto: dpaBerlin. Anleger der insolventen Containervertriebsfirmen der P&R-Gruppe können im zweiten Quartal erstmals mit einer Überweisung aus der Insolvenzmasse rechnen. Wie der Münchener Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Donnerstag mitteilte, will er dabei insgesamt 206,7 Millionen Euro auszahlen.
Die Verteilungsverzeichnisse habe er beim Insolvenzgericht niedergelegt, sagte Jaffé. Mit der endgültigen Festsetzung der Quote durch die vier Gläubigerausschüsse rechne er noch im März. Dann ist der Weg zur Ausschüttung endgültig frei.
„Für ein Verfahren dieser Größenordnung und angesichts der hohen Gläubigerzahl sowie der Vielzahl der Probleme, die wir lösen mussten, ist das ein sehr früher Zeitpunkt“, sagte Jaffé. Er spricht von einem „enormen Erfolg“.
Gut drei Jahre mussten die rund 54.000 Anleger von P&R nach der Insolvenz des früheren Markführers für Investments in Seecontainer warten. Ursprünglich wollte Jaffé den Abschlag früher anweisen, aber „Corona-bedingte Erschwernisse“ hätten die Vorbereitungen verzögert. So mussten die Gläubiger statt wie üblich in einem Präsenztermin in einem langwierigen Verfahren schriftlich befragt werden.