Dax im Abwärtssog: Sollten Anleger in der Rezession Aktien kaufen?
Ein Blick in die jüngere Börsenhistorie – und eine tiefe Analyse des Wechselspiels zwischen Auf und Ab.
Foto: Getty Images, ReutersDüsseldorf. Knapp neun Prozent hat der Dax seit seinem Hoch Ende Juli verloren. Die Rezession in Deutschland und schwächere Nachfrage aus vielen Ländern belasten die Aktienkurse von Deutschlands wichtigstem Börsenbarometer. Dazu kommen die steigenden Zinsen, wodurch Kosten für die Unternehmen und Konsumenten wachsen, was die Konzerngewinne schmälern wird. Obendrein verunsichern die Kriege in der Ukraine und in Nahost die Aktionäre sehr.
Die Negativliste erscheint womöglich noch größer als die Kursverluste. Lohnt es sich deshalb noch zu verkaufen, um größere Verluste zu vermeiden – oder ist jetzt vielmehr ein guter Einstiegszeitpunkt?
Um darauf Antworten zu finden, hilft ein Blick in die jüngere Börsenhistorie – und eine tiefe Analyse des ständigen Wechselspiels zwischen Auf und Ab in der Konjunktur und an den Finanzmärkten.
„Bullenmärkte werden geboren in Pessimismus, wachsen in Skepsis, reifen in Optimismus und sterben in Euphorie.“ So beschrieb der Brite Sir John Templeton, der 1954 den Templeton Growth Fund und damit einen der größten und auf Dauer erfolgreichsten Investmentfonds gründete, die Mechanismen an der Börse.