Fondsmanager-Umfrage: Investoren fürchten bei Aktien einen Bärenmarkt
Die monatliche Fondsmanager-Umfrage der Bank gehört zur Pflichtlektüre vieler Investoren.
Foto: imago/Levine-RobertsFrankfurt. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine macht internationale Investoren extrem skeptisch mit Blick auf die Aktienmärkte. 60 Prozent und damit doppelt so viele wie vor einem Monat fürchten einen Bärenmarkt bei Aktien. Das ist ein Ergebnis der viel beachteten monatlichen Umfrage der Bank of America (BofA) unter institutionellen Anlegern.
Von einem Bärenmarkt sprechen Investoren, wenn ein Aktienindex mindestens 20 Prozent unter seinem Allzeithoch notiert. Daran anschließend gibt es meist noch weitere Verluste.
Europäische Aktienindizes wie der Dax und der Euro Stoxx 50 hatten einen solchen Bärenmarkt zwischenzeitlich schon erreicht, erholten sich danach aber zumindest etwas. Der US-Index S&P 500 hielt sich mit einem Minus von an der Spitze 14 Prozent besser. Doch das dürfte es noch nicht gewesen sein.
Die Skepsis der Fondsmanager erinnert auch in anderen Punkten an die Zeiten der großen Rezessionen. So ist die Cashquote in den Portfolios im Schnitt von 5,3 auf 5,9 Prozent gestiegen. So viel Bargeld horteten Investoren zuletzt im April 2020 und damit in den frühen Zeiten der Coronapandemie, auf die die größte Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg folgte.