Singapur, Japan, Norwegen: Mehr Anleihen und Immobilien, weniger Aktien: Wie sich Staatsfonds positionieren
Der Staatsfonds des Landes investiert stärker in Infrastruktur und Immobilien. Diese Anlageklassen sollen Schutz gegen Inflation bieten.
Foto: ImagoTokio, Bangkok, Stockholm. Die Lage an den Märkten ist aktuell vor allen Dingen eines: kompliziert. Die Kurse von Aktien und Anleihen sind in diesem Jahr abgestürzt. Auch Gold gilt noch nicht als Alternative. Und die realen Zinsen bei Tages- und Festgeld sind nach Abzug der Inflation immer noch negativ.
Wie können Anlegerinnen und Anleger drauf reagieren? Um in diesen schwierigen Zeiten Orientierung zu bieten, hat das Handelsblatt das Verhalten der großen Staatsfonds aus Singapur, Japan und Norwegen analysiert. Dabei zeigt sich, dass Aktien derzeit weniger gefragt sind, während Anleihen und Immobilien an Bedeutung gewinnen. Die Strategien in der Übersicht:
Singapur: Infrastruktur und Immobilien gegen Stagflation
Singapurs Staatsfonds GIC, einer der finanzstärksten Investoren der Welt, blickt mit großer Sorge auf die globalen Märkte: „Wir könnten vor einer längeren Zeit voller Schwierigkeiten stehen“, warnte zuletzt GIC-Chef Lim Chow Kiat.
„Die Phase der Stagflation könnte bis zu einem Jahrzehnt dauern“, fügte er anlässlich der Vorstellung des Jahresberichts seines Fonds hinzu. Stagflation beschreibt die wirtschaftliche Situation bei einem stagnierenden Wirtschaftswachstum und hoher Inflation.