Umfrage der Bank of America: Fondsmanager blicken mit Skepsis auf die Weltkonjunktur – Rohstoffe auf der Verkaufsliste
Viele Fondsmanager haben derzeit den Aktienanteil in ihren Portfolios deutlich untergewichtet.
Foto: APFrankfurt. Bei Großanlegern ist derzeit „mehr Angst als Gier“ zu erkennen – so interpretieren die Strategen der Bank of America (BofA) das Ergebnis ihrer monatlichen Umfrage unter rund 260 Fondsmanagerinnen und Fondsmanagern. Die Befragten, die insgesamt Anlagekapital in Höhe von gut 650 Milliarden US-Dollar verwalten, fürchten, dass die Weltwirtschaft im kommenden Jahr in eine Rezession rutscht.
Allerdings rechnen sie inzwischen nicht mehr mit einem rapiden Abbremsen, sondern einem allmählichen Abkühlen der Konjunktur. Als Vorsichtsmaßnahme haben sie die Gewichtung in ihren Portfolios geändert und zum Beispiel vor allem Rohstoffe verkauft. Zudem halten sie relativ wenig Aktien.
Eine Mehrheit von rund 55 Prozent der Fondsmanager rechnet damit, dass die Weltwirtschaft spätestens im ersten Quartal 2024 schrumpft. Die allermeisten von ihnen erwarten zudem, dass sich die Prognosen der Firmengewinne weiter verschlechtern. Ihre Skepsis begründen sie auch mit der Entwicklung in China: Aktuell rechnet nur noch ein Fünftel der Befragten damit, dass dort das Wirtschaftswachstum zunehmen wird. Im Februar meinte das noch eine deutliche Mehrheit.