Umfrage: Institutionelle Investoren gehen wieder mehr ins Risiko
Frankfurt. Ein Ende des von US-Präsident Donald Trump angezettelten Zollstreits ist alles andere als in Sicht, doch die Aktienmärkte boomen. Der US-Leitindex S&P 500 hat in der vergangenen Woche ein neues Allzeithoch erreicht und ist seither kaum gefallen. Auch Deutschlands Leitindex Dax ist ebenso wie viele andere europäische Börsen wieder auf Rekordkurs eingeschwenkt.
Dass Investorinnen und Investoren optimistisch sind, zeigt auch die jüngste viel beachtete Umfrage der Bank of America (BofA). Der Risikoappetit der institutionellen Anleger ist in den letzten drei Monaten so deutlich nach oben geschnellt wie noch nie in der 24-jährigen Historie der Umfrage. Unter dem Strich gaben zuletzt zwar neun Prozent der Befragten an, dass sie weniger Risiken halten als üblich. Im April hatten das aber noch 46 Prozent gemacht.
Auffällig ist dabei: Der Cash-Anteil in den Portfolios ist auf im Schnitt 3,9 Prozent gesunken. Damit liegt er so niedrig wie zuletzt im Februar. Damals hatte er mit 3,5 Prozent ein historisches Tief erreicht. Das Problem: Je weniger Geld Investoren auf der hohen Kante haben, desto weniger können sie zusätzlich investieren. Deshalb stellt sich die Frage: Ist der so deutlich gestiegene Optimismus ein Warnzeichen?