Discount-Zertifikate: Wie Anleger mit Rabatt in Aktien investieren können
Die Aktie der Deutschen Post gilt als schwankungsanfällig. Mit Discount-Zertifikaten sind trotzdem Gewinne möglich.
Foto: IMAGO/LobecaKöln. Nach dem fulminanten Jahresstart hat sich der Aktienmarkt vorerst beruhigt. Mit Zertifikaten können Anlegerinnen und Anleger auch in solchen Marktphasen profitieren. Eine spezielle Möglichkeit dazu sind Discount-Zertifikate, sagt Volker Meinel, Zertifikate-Experte von BNP Paribas: „Wer im aktuellen Umfeld unsicher ist, wie es weitergeht, beziehungsweise den Märkten nicht mehr ganz so viel zutraut, für den sind diese Produkte interessant.“
Ein Discount-Zertifikat ermöglicht ein Investment in eine Aktie oder Index mit einem Rabatt auf den aktuellen Kurs. Dieser Sicherheitspuffer hat aber einen Preis: Der maximale Gewinn ist von vornherein durch den sogenannten Cap begrenzt, bis zu dem Anlegerinnen und Anleger vom Kursanstieg des Basiswerts profitieren.
Gute Einstiegskonditionen weisen vor allem Aktien oder Indizes mit einer hohen Volatilität auf, sagt Derivate-Experte Marcus Landau von der DZ Bank. Das Handelsblatt nennt fünf Unternehmen, bei denen sich aktuell ein Einstieg über Discount-Zertifikate lohnen kann.
Wer in Discount-Zertifikate investiert, profitiert aber nicht von Dividendenzahlungen der Unternehmen. Diese werden verwendet, um die Konstruktion der Zertifikate zu finanzieren. Im Gegensatz zu Investmentfonds, die als Sondervermögen bei der Pleite des Emittenten geschützt sind, handelt es sich bei Zertifikaten um Inhaberschuldverschreibungen. Deswegen sollten Anleger bei der Auswahl auf die Bonität der Emittenten achten.