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BankenErste Group prüft Einstieg bei polnischer Santander-Tochter

Österreichs größtes Institut will 49 Prozent der polnischen Bank übernehmen. Der Anteil ist rund 7,3 Milliarden Euro wert. Eine finale Entscheidung wird in den nächsten Wochen erwartet. 28.04.2025 - 15:40 Uhr Artikel anhören
Österreichs größte Bank: Die Erste Group. Foto: Reuters

Wien. Österreichs größte Bank Erste Group prüft den Kauf einer Beteiligung von 49 Prozent an der polnischen Tochter der spanischen Bank Santander. Das gab die Bank am Montag bekannt, nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg zuvor über die mögliche Transaktion berichtet hatte.

Auf Basis des aktuellen Aktienkurses entspricht der Minderheitsanteil einem Wert von rund 7,3 Milliarden Euro. Anfang April hatte Bloomberg bereits berichtet, dass Santander einen teilweisen Verkauf seiner polnischen Tochtergesellschaft in Erwägung zieht, um sich verstärkt auf andere Märkte zu konzentrieren.

„Es ist derzeit noch offen, ob diese Gespräche zu einer Vereinbarung führen“, erklärte die Erste Group. Der Abschluss der Transaktion sei dabei von der Erfüllung bestimmter „Closing-Vereinbarungen“ abhängig. Eine endgültige Entscheidung über den Deal wird laut Bloomberg in den kommenden Wochen erwartet – vorausgesetzt, beide Parteien einigen sich auf den Preis. Es könnte zudem sein, dass noch andere Interessenten ins Spiel kommen.

Sollte die Transaktion zustande kommen, könnte sie zu einer der größten europäischen Banken-Übernahmen der letzten Jahre führen. Die Bank Santander ist in Polen mit rund 7,5 Millionen Kunden die drittgrößte Bank des Landes und erzielte im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn, während die Aktien auf ein Allzeithoch stiegen.

Mit rund 2.000 Filialen in sieben Ländern betreut die Erste Group insgesamt 16 Millionen Kunden und zählt zu den größten Kreditgebern in Osteuropa. In allen Märkten, in denen die Bank tätig ist, gehört sie zu den führenden Finanzinstituten.

Schon länger hegt die Bank Ambitionen, nach Polen zu expandieren – allerdings nur, wenn der Preis stimmt. „Polen ist ein Land, das wir im Blick haben“, sagte Bankchef Peter Bosek laut früheren Aussagen. „Polen war jedoch immer sehr teuer, und es könnte sein, dass es auch diesmal zu teuer ist“, fügte er hinzu.

rtr
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