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Banken NordLB baut faule Kredite zügiger ab als geplant

Das Land Niedersachsen hat 2019 Garantien für Kredite der NordLB aufgenommen. Mit der vorzeitigen Rückzahlung entfallen nun auch Garantiegebühren für die Bank.
05.07.2021 - 14:21 Uhr Kommentieren
Faule Schiffskredite haben der Bank 2018 einen Rekordverlust eingebrockt. Quelle: dpa
Die Zentrale der NordLB in Hannover

Faule Schiffskredite haben der Bank 2018 einen Rekordverlust eingebrockt.

(Foto: dpa)

Berlin Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) hat faule Schiffskredite schnell abgebaut und sich damit Garantiegebühren an den Mehrheitseigner Niedersachsen gespart. Die Landesbank habe den bis Ende 2021 vereinbarten Garantievertrag zum sogenannten „Tower Bridge“-Portfolio bereits am 30. Juni gekündigt, teilte das Landesfinanzministerium am Montag in Hannover mit.

„Das Land wird früher als erwartet von dem Garantierisiko entlastet“, erklärte der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers. Die Bank habe die bereits wertberichtigten, notleidenden Schiffskredite bis auf einen Restbetrag abgebaut.

Anfangs hatte der vom Land garantierte Anteil des Darlehenpakets ein Volumen von rund 0,9 Milliarden Euro. Die vorzeitige Kündigung zeigt laut NordLB-Chef Thomas Bürkle, „dass wir mit unserem Portfolioabbau sehr gut vorankommen“.

Landes-Garantien auf zwei weitere Portfolien aus dem Bereich Schifffahrt und Flugzeugfinanzierungen laufen weiter. Die Garantien sind Teil des mit der EU-Kommission 2019 abgestimmten Plans zur Rettung und Umbau der NordLB.

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    Die Bank zahlte dem Land für die „Tower Bridge“-Garantie Gebühren von etwa 50,8 Millionen Euro. Der größte Teil floss dem Land bereits 2020 zu. Das Land oder eine Landesgesellschaft bringt diese Gebühren als zusätzliches Stammkapital wieder in die NordLB ein, womit sich der Anteil Niedersachsens zuletzt auf 55,15 Prozent erhöht hat. Ende 2019 hatte Minister Hilbers angekündigt, das Land erwarte insgesamt 350 Millionen Euro an Garantiegebühren. Diese Summe dürfte nun etwas geringer ausfallen.

    Die NordLB musste Ende 2019 wegen fauler Schiffskredite von ihren Eignern mit insgesamt 3,6 Milliarden Euro gerettet werden. Die Landesbank soll nun kleiner und regionaler werden und sagt dem Schiffsgeschäft adé.

    Mehr: „Spiel mit dem Feuer“ – Politiker fordern Konsolidierung der Landesbanken

    • rtr
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