Deka: Birgit Dietl-Benzin leitet künftig das wichtige Fondsgeschäft
Frankfurt. Der Sparkassenfondsanbieter Deka baut im kommenden Jahr seinen Vorstand um. Die aktuelle Risikochefin Birgit Dietl-Benzin übernimmt Mitte kommenden Jahres im Vorstand unter anderem die Zuständigkeit für das Asset-Management, das wichtigste Geschäftsfeld der Deka. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Ab Sommer 2026 wird Dietl-Benzin das gesamte Wertpapier- und Immobilienfondsgeschäft der Deka-Gruppe verantworten und für 1200 Beschäftigte zuständig sein. Die Deka verwaltet insgesamt mehr als 400 Milliarden Euro und führt 5,6 Millionen Depots, sowohl für private Kundinnen und Kunden als auch für institutionelle Investoren.
51-jährige Dietl-Benzin ist seit knapp fünf Jahren Risikochefin der Deka, überwacht also die Die Geschäftsrisiken des Instituts. Zuvor hatte sie mehrere Führungspositionen bei der Schweizer Großbank UBS inne.
Dietl-Benzin folgt auf Matthias Danne. Der 65-Jährige geht im Sommer 2026 in den Ruhestand. Danne gehört dem Deka-Vorstand seit Mitte 2006 an; seit 2020 verantwortet er die Vermögensverwaltung (Asset Management) und das Finanzmanagement (Treasury) der Deka-Gruppe.
Neben Danne wird auch Vertriebsvorstand Torsten Knapmeyer das Unternehmen verlassen. Der 60-Jährige wolle seinen Vertrag, der Ende März 2026 auslaufe, nicht verlängern, so die Deka. Sparkassenpräsident Ulrich Reuter, der dem Deka-Verwaltungsrat vorsitzt, äußerte sein Bedauern darüber.
Deka-Verwaltungsrat muss zwei Vorstandsposten neu besetzen
Eigentümerinnen der Deka sind die deutschen Sparkassen. Ein Teil der Anteile ist über die jeweiligen regionalen Sparkassenverbände gebündelt.
Das Deka-Kontrollgremium muss nun also im Vorstand die Posten für Risiko und Vertrieb neu besetzen. Deka-Chef ist seit Anfang 2020 Georg Stocker, seit 2012 ist er Deka-Vorstandsmitglied. Der Vertrag des 60-Jährigen läuft noch bis Ende 2027.
In der Sparkassen-Finanzgruppe besetzen relativ wenige Frauen Toppositionen. Bei den rund 350 Sparkassen sind dem Analysehaus Barkow Consulting zufolge nur gut acht Prozent der Vorstandsposten mit Frauen besetzt. Der Anteil ist zuletzt gestiegen, aber nur langsam. Dabei ist weit mehr als die Hälfte der Beschäftigten weiblich.
Wie bei der Deka sitzt in den Vorständen der Landesbanken LBBW, BayernLB, Helaba und NordLB jeweils nur eine Frau. Bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sollen es bald zwei sein.