Fed-Bericht: US-Wirtschaftsaktivität veränderte sich zuletzt kaum
Die amerikanische Zentralbank in Washington.
Foto: imago images/XinhuaWashington. Die Wirtschaft in den USA ist laut der Notenbank Federal Reserve (Fed) zuletzt kaum von der Stelle gekommen. Die wirtschaftliche Aktivität habe sich in den vergangenen anderthalb Monaten nur wenig oder gar nicht verändert, teilte die Fed in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht „Beige Book“ mit. Die Erhebung lief bis zum 6. Oktober und fußte auf Wirtschaftskontakten aus den Regionen. Die Preise seien in dem Berichtszeitraum weiter moderat gestiegen.
„Die kurzfristigen Aussichten für die Wirtschaft wurden allgemein als stabil oder mit leicht schwächerem Wachstum beschrieben“, hieß es in dem Bericht. Insgesamt erwarteten die Unternehmen, dass die Preise in den nächsten Quartalen steigen dürften, allerdings langsamer als in den vorangegangenen Quartalen.
Die Notenbank will die Inflation eindämmen und den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abkühlen, ohne die Wirtschaft abzuwürgen. US-Finanzministerin Janet Yellen erwartet, dass dieses Szenario trotz des wieder aufgeflammten Nahost-Konflikts gelingen wird – also eine sogenannte weiche Landung gelingen werde.
Die Inflation ist jedoch überraschend zäh. Die Verbraucherpreise stiegen im September um 3,7 Prozent und damit im selben Tempo wie im August. Die Fed hat die Zinsen seit Anfang 2022 von nahe null auf eine Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent angehoben, um ihrem Ziel einer Teuerungsrate von zwei Prozent näherzukommen. Im September legten die Währungshüter eine Pause ein. Sie fassen allerdings noch eine Erhöhung um einen viertel Prozentpunkt für dieses Jahr ins Auge.
Mit Blick auf die weiteren Zinsentscheide Anfang November und Mitte Dezember erhoffen sich Investoren nunmehr einen Fingerzeig von US-Notenbankchef Jerome Powell. Dieser äußert sich am Donnerstag (18.00 Uhr MESZ) beim Economic Club of New York zum Wirtschaftsausblick.