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FinanzbarometerSparkassen erwarten bessere Konjunktur

Die Institute blicken so optimistisch auf die heimische Wirtschaft wie lange nicht mehr – trotz des Zollstreits mit den USA. Grund dafür sind auch die Ausgabenpläne der Bundesregierung.Michael Maisch 14.07.2025 - 04:02 Uhr Artikel anhören
Das Logo der Sparkassen: Die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung sorgt für mehr Optimismus. Foto: dpa

Frankfurt. Die Manager der deutschen Sparkassen blicken so optimistisch auf die Konjunkturentwicklung wie seit drei Jahren nicht mehr. Das ist das Ergebnis der Umfrage für das Deka-S-Finanzklima im zweiten Quartal 2025 unter den 343 deutschen Sparkassen. Dieser Sentiment-Indikator wird von der Dekabank berechnet, dem Wertpapierdienstleister der Sparkassen, und regelmäßig vom Handelsblatt veröffentlicht.

Die Sparkassenmanager konstatieren eine verbesserte Geschäftslage ihrer Unternehmenskunden und hoffen auf eine weitere Besserung der heimischen Konjunktur in den kommenden Monaten. Das S-Finanzklima erreichte mit 108,0 Punkten ein Allzeithoch seit dem Start der Umfrage zu Beginn des Ukrainekriegs im Frühjahr 2022.

Eine Belebung melden die Sparkassenmanager auch bei der Kreditnachfrage, bei ebenfalls leicht steigendem Kreditangebot. Auch das werten die Befragten als Signal für eine gesamtwirtschaftliche Erholung. Eine Ursache für den neuen Optimismus sind die Ausgabenpläne der Bundesregierung, denen eine leicht belebende Wirkung in den jeweiligen Geschäftsgebieten zugesprochen wird.

„Für eine langfristige Erholung des Wirtschaftsstandorts Deutschland setzen die Sparkassenvorstände auf mehr als nur staatliche Impulse. „Entscheidend ist, dass auch der private Konsum anspringt – begünstigt durch mehr Kaufkraft, niedrigere Zinsen und politische Reformhoffnungen“, betont Reinhold Rickes, Chefvolkswirt des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.

Zollstreit belastet westdeutsche Standorte

Als einen der wichtigsten Belastungsfaktoren für die heimische Wirtschaft sehen die Sparkassenmanager die Zollpolitik der Vereinigten Staaten. Knapp ein Drittel der Befragten gibt an, dass Unternehmen in ihrem Geschäftsgebiet stark oder sogar sehr stark belastet sind.

Die stärksten Auswirkungen werden dabei in den industriellen Zentren im Süden und im Westen der Republik registriert. Im Osten Deutschlands dagegen sieht keine der Sparkassen starke oder sehr starke Probleme durch die US-Zollpolitik. Gleichzeitig stellen die Institute bei ihren Unternehmenskunden inzwischen Gewöhnungs- und Anpassungseffekte an die geänderten weltwirtschaftlichen Koordinaten fest.

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Viele Teilindikatoren des Deka-S-Finanzklimas befinden sich mittlerweile im überdurchschnittlichen Terrain oder sogar nahe an ihren bisherigen Höchstständen, so etwa die Nachfrage nach Immobilienkrediten. Chefvolkswirt Rickes fasst die Entwicklung zusammen: „Weil weniger negative Gegengewichte vorhanden sind, hat sich der Gesamtindikator deutlich nach oben bewegt, wenngleich er von Euphorie immer noch weit entfernt ist.“

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