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GeldWelche Banken die besten Ratenkredite bieten

Die Nachfrage nach Ratenkrediten ist gestiegen – und das, obwohl sich die Kreditkosten kaum verändert haben. Der Handelsblatt-Vergleich zeigt, wo es derzeit die günstigsten Konditionen gibt.Mariam Misakian 31.08.2025 - 10:14 Uhr Artikel anhören
Ratenkredite vergleichen: Welche Bank bietet die besten Konditionen? Foto: Moment/Getty Images

Köln. Ratenkredite werden in Deutschland immer beliebter: Experten beobachten eine höhere Nachfrage als im vergangenen Sommer.

Oliver Maier, Geschäftsführer des Finanzvergleichsportals Verivox, erklärt: „Viele Verbraucher haben größere Anschaffungen zuvor aufgeschoben.“ Grund seien die unsichere wirtschaftliche Lage sowie das hohe Zinsniveau gewesen. Nun fragten Konsumenten für größere Anschaffungen wieder Ratenkredite nach – und das, obwohl die Kreditkosten kaum gesunken sind.

Die Europäische Zentralbank hat die Zinsen zwar innerhalb von einem Jahr deutlich gesenkt, von 4,25 Prozent auf zwei Prozent. Auf Ratenkredite wirkt sich der Rückgang jedoch kaum aus.

Der sogenannte Zweidrittelzins, ein Durchschnittswert bonitätsabhängiger Angebote, sank im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um lediglich 0,32 Prozentpunkte. Bei bonitätsunabhängigen Krediten ging es um 0,5 Prozentpunkte abwärts.

Carlos Lopes da Costa von der FMH-Finanzberatung erklärt: „Wenn Leitzinsen fallen, reagieren Anbieter von Tages- und Festgeldkonten schnell. Bei Ratenkrediten, deren Refinanzierung großteils aus diesen Geldanlagen besteht, ist das aber nicht so.“

Risikoaufschläge relevanter als Zinskosten

Denn die hohe Nachfrage nach diesen Krediten führe dazu, dass Anbieter keinen Anlass für Zinssenkungen sähen. Hinzu kommt: Die Zinskosten sind für die Raten weitaus weniger relevant als die Risikoaufschläge.

Umso mehr lohnt sich vor Kreditabschluss ein Vergleich der besten Angebote. Die Finanzberatung FMH hat für das Handelsblatt ermittelt, welche Anbieter auf dem deutschen Markt mit den günstigsten Ratenkrediten locken.

Verglichen haben die Experten 17 Anbieter bonitätsabhängiger Kredite. Die Zinsangebote variieren je nach Bonität, Kreditsumme und Laufzeitlänge. Die Beispiel-Kreditsumme lag im Ranking bei 15.000 Euro, die Kreditlaufzeit bei 48 Monaten.

Das Handelsblatt vergleich Banken und deren Angebote für Ratenkredite. Foto: HB

Verglichen wurde dabei einerseits der Bestzins, mit dem die meisten Banken werben, den aber so gut wie kein Kreditnehmer erhält. Andererseits schaute sich die FMH den Zweidrittelzins der Anbieter an.  Das ist der Zins, den zwei Drittel der Kunden im für sie schlechtesten Fall erhalten und den somit die Mehrheit der Kreditnehmer realistischerweise mindestens erwarten kann.

„Anbieter sind gesetzlich verpflichtet, diesen Zins auf ihren Websites anzugeben. Er taucht in Beispielrechnungen auf, gelegentlich allerdings nur im Kleingedruckten“, sagt Lopes da Costa.

Santander und BBBank an der Spitze

Beim marketingtauglichen Bestzins schnitten sechs der untersuchten Banken mit der Note „sehr gut“ ab. Wie bereits im Vorjahr bietet die Santander Bank mit einem effektiven Jahreszins von 2,99 Prozent den günstigsten Kredit.

Dahinter folgten – ebenfalls unverändert – die Deutsche Bank mit einem Bestzins von 3,25 Prozent und Consors Finanz mit einem Zins von 3,49 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr veränderte sich der Zins bei keinem der drei Topanbieter.

Beim Zweidrittelzins sieht das Ranking völlig anders aus: Vier Anbieter schnitten auch hier mit „sehr gut“ ab, auf Platz eins schaffte es aber die BBBank mit einem Ratenkreditzins von 4,99 Prozent.

Die Mindestkreditsumme beträgt 5000 Euro, die maximale Kreditsumme 75.000 Euro, die Mindestlaufzeit 24 Monate. Der Haken: Das Angebot gilt ausschließlich für Kunden mit einem Girokonto.

Das ist beim Zweitplatzierten, der SWK Bank, nicht nötig. Die Mindestlaufzeit liegt ebenfalls bei 24 Monaten, der Anbieter vergibt Kreditsummen ab 2500 Euro. Mit einem Zins von 5,89 Prozent ist der Kredit hier aber fast einen Prozentpunkt teurer als beim Sieger.

Die Konditionen beim Drittplatzierten, der Hypovereinsbank, sind mit 5,99 Prozent kaum schlechter als beim Zweitplatzierten. Hier sind dazu auch kürzere Kreditlaufzeiten ab zwölf Monaten möglich.

Bonitätsunabhängige Kredite: weniger Anbieter, strenge Prüfung

In einem weiteren Ranking verglich die FMH fünf Banken mit bonitätsunabhängigen Angeboten. Hier schnitten vier von fünf Anbietern mit der Note „sehr gut“ ab.

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Kreditnehmer finden dort recht ähnliche Konditionen. Die Ethik Bank landete mit einem Zins von 5,12 Prozent auf dem Siegertreppchen, den zweitgünstigsten Zins bietet die Deutsche Skatbank mit 5,18 Prozent, die drittplatzierte PSD Bank Rhein-Ruhr verlangt 5,49 Prozent.

Der Begriff „bonitätsunabhängig“ kann übrigens in die Irre führen, denn die Bonität des Kreditnehmers spielt für die Vergabe durchaus eine Rolle. Banken sind sogar strenger als bei bonitätsabhängigen Pendants, sagt Kreditexperte Lopes da Costa. Lediglich der jährliche Effektivzins ist bei den Angeboten dann bei jeder Bonität gleich.

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