Greensill-Bank: Insolvenzverwalter verklagt Ex-Manager auf Schadenersatz
Bremen, Düsseldorf. Als die Bremer Greensill Bank im März 2021 zusammenbrach, schrieb sie Finanzgeschichte: Die gesetzliche Einlagensicherung und der Einlagensicherungsfonds der Banken mussten 2,7 Milliarden Euro ausschütten – eine bislang einzigartige Summe, die den Schutzschirm für deutsche Sparer auf eine nie da gewesene Belastungsprobe stellte.
Nun versucht Greensill-Insolvenzverwalter Michael Frege, einen Teil des Schadens wieder gut zu machen. Anfang 2025 hat er frühere Führungskräfte der Bank vor dem Landgericht Bremen verklagt, wie ein Sprecher auf Anfrage des Handelsblatts nun bestätigte.
Konkret fordert Frege 92.422.545,64 Euro Schadenersatz von den ehemaligen Vorständen Jutta Baalmann, Danyon Lloyd, Markus Nünnerich und Ann‑Christin Rathjen. Zudem nimmt er drei frühere Aufsichtsräte in die Pflicht.