Kryptowährungen: Erste Volksbanken und eine Sparkasse bieten Kryptohandel an
Der Markt für Kryptowährungen ist derzeit in Aufruhr.
Foto: Bloomberg/Getty ImagesFrankfurt. Der Absturz am Kryptomarkt fällt dramatisch aus – und er hat vielen Anlegern hohe Verluste eingebracht. Allein die älteste und wichtigste Kryptowährung Bitcoin hat seit ihrem Rekordhoch vom November 2021 über die Hälfte an Wert verloren. Diese heftigen Schwankungen sind ein Grund, weshalb die meisten traditionellen Banken davor zurückschrecken, ihren Kunden digitale Währungen und andere Kryptoanlagen anzubieten.
Doch nun legen die ersten Institute ihre Zurückhaltung ab – trotz des Kurseinbruchs, den manche Kommentatoren mit dem Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers vergleichen, der 2008 die Finanzkrise auslöste.
Mittlerweile arbeiten drei kleine Genossenschaftsbanken und eine Sparkasse mit der Börse Stuttgart zusammen, um den eigenen Kundinnen und Kunden den Kauf von Kryptowährungen zu ermöglichen. Sie leiten ihre Kunden dabei per Link auf den Kryptohandelsplatz BSDEX der Börse Stuttgart weiter und bekommen eine Provision, wenn diese dort aktiv werden.
Bei den Pionieren handelt es sich um die Volksbanken Kurpfalz, Mittelhessen und Mittweida sowie um die Kreissparkasse Ostalb. Andere Geldhäuser dürften folgen. „Wir führen mit einer zweistelligen Anzahl von Banken und anderen Finanzdienstleistern konkrete Gespräche über Kooperationen“, sagte Matthias Voelkel, der Chef der Börse Stuttgart, dem Handelsblatt. „Darüber hinaus sind wir mit zahlreichen anderen Instituten im explorativen Austausch.“