Milliardenschäden bei Credit Suisse: Wie es nach dem Zahlungsausfall beim US-Investor Archegos weitergeht
In dem Gebäude in Manhattan soll Archegos Capital Management seine Büros haben.
Foto: ReutersDenver, Frankfurt. Mitte vergangener Woche hat Bill Hwang noch versucht, eine Lösung mit allen betroffenen Banken zu finden. Der Chef der Family Offices Archegos Capital Management hatte seine Firma mit einer Reihe von hochriskanten Trades in Schwierigkeiten gebracht. Seine Banken, das Who-is-Who der internationalen Finanzwelt, verlangten zusätzliche Sicherheitsleistungen. Wenn nicht, dann würden die Banken seine milliardenschweren Aktienpakete verkaufen. Eine Lösung musste her.
Am liebsten sei es Hwang gewesen, wenn die Institute erst einmal von Notverkäufen abgesehen hätten, heißt es in Finanzkreisen. Doch dazu ist es nicht gekommen. Am Freitag begannen Goldman Sachs, Morgan Stanley und Credit Suisse Aktienpakete auf den Markt zu bringen und brachten damit auch andere Banken in Zugzwang. Die Aktien der US-Medienunternehmen ViacomCBS und Discovery, große Positionen in Hwangs Portfolio, verloren am Freitag fast 30 Prozent an Wert. Auch am Montag blieben die Werte unter Druck.
Der Fall hat die Finanzwelt aufgerüttelt. Auch die Aufsicht hat sich eingeschaltet. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Fall Archegos Capital Management: