Neobank-IPO: Im Eiltempo vom Start-up zum Börsenriesen: Nubank zur Premiere in USA mit 41 Milliarden Dollar bewertet
Finanzinvestoren haben derzeit ein hohes Interesse an Hich-Tech-Unternehmen aus Lateinamerika.
Foto: ReutersSão Paulo, Frankfurt. Die brasilianische Sängerin Anitta sitzt im Board, täglich eröffnen 40.000 Landsleute neue Konten, und 23 Millionen Kunden bekommen nach dem Börsengang der brasilianischen Nubank eine Aktie geschenkt. Der Marketingaufwand im Vorfeld der Erstnotiz an der New Yorker Börse an diesem Donnerstag ist enorm – aber es geht auch um sehr viel Geld.
Zwar hatte die Digitalbank die Preisspanne für ihre Aktien in der vergangenen Woche noch um 20 Prozent auf acht bis neun Dollar gesenkt. Doch mit dem am Mittwochabend am oberen Ende dieser Spanne festgelegten Ausgabepreis von neun Dollar – damit spült der Börsengang rund 2,6 Milliarden Dollar in die Kasse der Nubank – ist sie nach dem Börsengang immer noch mit stolzen 41 Milliarden Dollar bewertet.
Den Erfolg will die Bank auch dadurch sichern, dass fast die Hälfte der 289 Millionen an der Wall Street platzierten Aktien im Wert von rund 1,3 Milliarden Dollar an Ankerinvestoren gehen werden, wie die prominenten Beteiligungsgesellschaften Sequoia Capital, Tiger Global und Softbank. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg aus Insiderkreisen hat sich Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway zehn Prozent der platzierten Anteile gesichert.