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Rating Schlechtere Aussichten für die Commerzbank

Die Bonitätswächter von Moody's senken den Ausblick für die zweitgrößte deutsche Privatbank auf negativ. Der Grund hat auch mit der Coronakrise zu tun.
25.09.2020 - 16:21 Uhr Kommentieren
Die in der Coronakrise gestiegene Bilanzsumme der Bank sorgt für Druck auf die Bonitätsnote. Quelle: AP
Das Hauptquartier der Commerzbank in Frankfurt

Die in der Coronakrise gestiegene Bilanzsumme der Bank sorgt für Druck auf die Bonitätsnote.

(Foto: AP)

Frankfurt Als hätte die Commerzbank nicht bereits genug Probleme, schürt die Ratingagentur Moody's jetzt auch noch Zweifel an der Bonitätsnote des Frankfurter Geldhauses. Zwar lässt Moody's die Einstufung der Commerzbank für langfristige unbesicherte Anleihen bei A1, den Ausblick senkt die Agentur allerdings auf negativ.

Moody's begründet das vor allem mit der gestiegenen Bilanzsumme der Commerzbank und dem dadurch verschlechterten Verhältnis zum haftungsfähigen Kapital. Seit Ende 2019 sei die Bilanzsumme der Commerzbank um knapp 19 Prozent auf über 550 Milliarden Euro gestiegen, rechnet Moody's vor.

Dafür macht die Ratingagentur vor allem die Folgen der Coronakrise verantwortlich. Zum einen nutze die Bank verstärkt die günstigen Refinanzierungsangebote der Europäischen Zentralbank (TLTRO), zum anderen sei die Kreditvergabe aufgrund der verstärkten Nachfrage der Unternehmen nach zusätzlicher Liquidität gestiegen. Die Commerzbank wollte die Herabstufung des Ausblicks nicht kommentieren.

Nach einer Aktionärsrevolte des US-Finanzinvestors Cerberus war die Commerzbank in diesem Sommer in eine Führungskrise gerutscht. Sowohl Vorstandschef Martin Zielke als auch der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Schmittmann hatten ihren Rücktritt eingereicht.

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    Vielen Investoren stößt die Hängepartie mitten in der Coronakrise auf. Für dieses Jahr erwarten die Analysten von der Commerzbank im Schnitt einen Nettoverlust von 140 Millionen Euro. Seit Ausbruch der Coronakrise in Europa Ende Februar sackte der Aktienkurs des Instituts um rund 35 Prozent ab, am Freitag ging es bis zum Nachmittag um 1,6 Prozent abwärts.

    Mehr: Banken-Aufseher Raimund Röseler – „Wir haben zu viele Banker“

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