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Scalable-Mitgründerin Manuela RabenerDie Finanz-Revolutionärin

Manuela Rabener gehört zu den wenigen Frauen in einer Branche, die den Banken das Geschäft streitig macht. Nun steht ihr digitaler Vermögensverwalter Scalable Capital vor dem Durchbruch. Siemens hat sie bereits überzeugt.Daniel Schäfer 23.01.2017 - 15:31 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Banker gehören zu ihren besten Kunden.

Foto: Pressefoto

Manuela Rabener traut sich gerne mal was. Etwa, als sie nach dem Umzug nach Moskau auf eigene Faust zu Ikea fuhr – obwohl sie die kyrillischen Straßenschilder gar nicht lesen konnte. Oder, als die Hobby-Gleitschirmfliegerin neben dem Tagesjob ein Label für Taschen aufbaute.

Nun wagt die 38 Jahre alte blonde Frau ein besonderes Vorhaben: Die Marketingchefin und Mitgründerin des digitalen Vermögensverwalters Scalable Capital will etablierten Banken und Fondsgesellschaften das Fürchten lehren.

Das gelingt schon ganz gut: Die in München und London ansässige Scalable ist einer der am schnellsten wachsenden Finanztechnologie-Anbieter in Europa. Jede Woche kommen fünf Millionen Euro an Anlagevolumen zu den bereits verwalteten 100 Millionen hinzu. Und eine jüngst vereinbarte Kooperation mit Siemens verschafft künftig allen Mitarbeitern des Industriekonzerns Zugang zu dem automatisierten Anlageservice.

Zu Scalable kam „Ella“ Rabener dank Erik Podzuweit, einem ehemaligen Goldman-Sachs-Banker, der damals ebenso wie sie bei dem Online-Möbelverkäufer Westwing arbeitete. Die Idee von Scalable habe ihr spontan gefallen, sagt die in London lebende Betriebswirtin am Rande des Weltwirtschaftsgipfels in Davos. „Als ich bei McKinsey am Anfang meiner Karriere stand, hätte ich genau diesen Service gebraucht. Ich hatte keine Zeit, aber noch zu wenig Geld, um für eine Privatbank interessant zu sein.“

Scalable gehört zu der noch kleinen, aber rasant wachsenden Spezies sogenannter Robo Advisors, die sich mit einfachen Anlageprodukten an eine onlineaffine Zielgruppe richtet. Rund ein Fünftel der Kunden von Scalable sind – ausgerechnet – Banker. „Das beste Restaurant ist ja bekanntlich das, bei dem der Koch des Konkurrenten zu Abend isst“, schmunzelt Rabener.

Die Mitgründerin hat Seltenheitswert in der Fintech-Branche – nur acht Prozent der Vorstandsmitglieder sind dort Frauen. Weder die Technologie- noch die Finanzbranche zieht weibliche Mitarbeiter an. Das will die unternehmungslustige Frau ändern. Seit kurzem ist sie Mitglied bei der Organisation „Inspiring the Future“, die Schülerinnen zu männlich dominierten Berufen inspirieren will. „Ich gehe in Schulen, um den Mädchen von Jobs zu erzählen, die jenseits der Welt der Mädchenzeitschriften sind.“

Auch mit Scalable und den 45 Mitarbeitern haben die passionierte Skifahrerin und ihre Mitstreiter noch viel vor. Mit weiteren Unternehmen und selbst Banken gebe es bereits Kooperationsgespräche, verrät sie. Und auch eine internationale Expansion über die Kernmärkte Großbritannien und Deutschland hinaus sei angedacht.

Weil das alles viel Zeit verschlingt, hat sie ihr Taschenlabel eingestellt. Ebenso das Gleitschirmfliegen. Zumindest ein Wagnis weniger in Rabeners aufregendem Leben.

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