Schweizer Großbank: Credit-Suisse-Präsident bekräftigt Bilanzstärke – „Wir hatten letztes Jahr ein schreckliches Jahr“
Die Schweizer Großbank hat im Jahr 2021 den größten Verlust ihrer Unternehmensgeschichte verzeichnet.
Foto: dpaWashington / Zürich. Nach einem Rekordverlust in 2021 will Credit-Suisse-Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann die Schweizer Großbank neu ausrichten. „Wir hatten letztes Jahr ein schreckliches Jahr. Wir hatten den größten Verlust in den 166 Jahren des Unternehmens“, sagte er am Freitag auf einer Veranstaltung der Bankenvereinigung Institute for International Finance. „Wir sind uns bewusst, dass wir uns ändern müssen und wir werden uns ändern, ganz klar.“
Die Bank verfüge dabei über eine starke Bilanz. „In diesem Jahr generieren wir kein Kapital, weil wir keinen Gewinn machen.“ Doch Credit Suisse habe zur Jahresmitte eine im Branchenvergleich gute Kernkapitalquote (CET1) von 13,5 Prozent erreicht. Lehmann bekräftigte, in der zweiten Jahreshälfte einen Wert zwischen 13 und 14 erreichen zu wollen.
Analysten zufolge könnte die Kernkapitalquote mittelfristig indes sinken, wenn die Großbank keine Gegenmaßnahmen einleitet. Credit Suisse will am 27. Oktober zusammen mit den Ergebnissen des dritten Quartals Einzelheiten zu ihrer mit Spannung erwarteten strategischen Überprüfung bekannt geben.