1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Banken + Versicherungen
  4. Banken
  5. „Uni Immo ZBI Wohnen“: Volksbanken empfehlen, offenen Immobilienfonds zu behalten

„Uni Immo ZBI Wohnen“Volksbanken empfehlen, offenen Immobilienfonds zu behalten

Der Branchenverband der Genossenschaftsbanken meint, Kunden sollten Anteile am „Uni Immo ZBI Wohnen“ möglichst nicht kündigen. Ein direkter Verkauf wäre nur über die Börse möglich.Elisabeth Atzler 09.07.2024 - 18:47 Uhr
Filiale der Volksbank: Die Genossenschaftsbanken raten Anlegerinnen und Anlegern, Anteile am „Uni Immo ZBI Wohnen“ derzeit nicht zu verkaufen. Foto: imago images/Stefan Zeitz

Frankfurt. Trotz der heftigen Abwertung des genossenschaftlichen Immobilienfonds „Uni Immo ZBI Wohnen“ rät der Spitzenverband der Volks- und Raiffeisenbanken, Fondsanteile nicht zu verkaufen. „Wir haben weiterhin eine fundamental intakte Lage am Wohnimmobilienmarkt“, sagte BVR-Chefin Marija Kolak am Dienstag. Auch die Situation innerhalb des Fonds sei ordentlich.

Wenn es die individuelle Vermögenslage der Anleger zulasse, sollte der Anteil idealerweise gehalten werden: „Unsere Berater und Beraterinnen gehen auf alle Kundinnen und Kunden zu“, erklärte Kolak. Man müsse dabei individuell auf den Einzelfall bei den Kunden schauen. Einzelne Genossenschaftsbanken sind nach Handelsblatt-Informationen bereits auf betroffene Kunden zugegangen und haben Halte-Empfehlungen ausgesprochen.

Anleger des milliardenschweren offenen Immobilienfonds „Uni Immo ZBI Wohnen“ hatten erst vor zwei Wochen den höchsten Tagesverlust bei Immobilienfonds seit der Finanzkrise im Jahr 2008 verkraften müssen. Das Anlageprodukt der genossenschaftlichen Fondsgesellschaft Union Investment wurde dabei um 17 Prozent abgewertet. Auf Jahressicht liegt die Rendite des Fonds bei minus 20 Prozent.

Union Investment

Immobilienfonds bricht ein und sorgt für den höchsten Verlust seit der Finanzkrise

Der Fonds hat vor allem in Mietwohnungen investiert, deren Wert von unabhängigen Sachverständigen um mehr als 860 Millionen Euro auf knapp 4,3 Milliarden Euro heruntergestuft wurde. Der Fondsanbieter begründet den Wertverlust mit „exogenen Einflussfaktoren“, also äußeren Einflüssen. Diese hätten zu einer neuen, unvorhersehbaren Situation auf dem Wohnimmobilienmarkt geführt.

Anleger können Anteile an offenen Immobilienfonds inzwischen nicht mehr täglich zurückgeben. Sie müssen ihren Ausstieg zwölf Monate im Voraus ankündigen, um Liquiditätsprobleme der Fonds zu vermeiden. Direkt verkaufen lassen sich die Fonds über die Börse, allerdings mit heftigen Abschlägen.

Union Investment hatte hinsichtlich der Verluste betont, dass die Liquiditätsquote des Fonds mit aktuell rund 13 Prozent deutlich über der gesetzlich vorgegebenen Mindestquote von fünf Prozent liege. Gleichwohl könnten massenhafte Kündigungen den Fonds vor große Probleme stellen.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt