US-Bank: Epstein-Vorwürfe: JP Morgan zahlt weitere 75 Millionen Dollar
Das US-Institut hatte im Juni in einem Vergleich bereits 290 Millionen Dollar gezahlt.
Foto: APNew York. Die US-Großbank JPMorgan hat eine Klage der US-amerikanischen Jungferninseln im Zusammenhang mit dem verstorbenen Sexualstraftäter und JPMorgan-Kunden Jeffrey Epstein mit einem Vergleich beigelegt. Dieser koste das Institut 75 Millionen Dollar, teilte das Geldhaus am Dienstag mit.
Die Bank teilte mit, von dem Geld gingen 55 Millionen Dollar an örtliche Wohltätigkeitsorganisationen und Unterstützung für Opfer. Die anderen 20 Millionen Dollar dienten dazu, Anwaltskosten zu begleichen.
Die US-Jungferninseln hatten die Großbank auf mindestens 190 Millionen US-Dollar verklagt. Diese habe Vorwürfe gegen Epstein ignoriert, weil er zwischen 1998 und 2013 ein wohlhabender und gewinnbringender Kunde gewesen sei. Die Bank sei dabei „unverzichtbar“ gewesen, die Vergehen von Epstein zu verschleiern.
Epstein hatte sich 2019 in einem Gefängnis in New York das Leben genommen, nachdem er wegen Sexhandel und sexuellem Missbrauch von Minderjährigen verhaftet worden war.
Im Juni hatte JP Morgan 290 Millionen Dollar gezahlt, um eine Sammelklage von Epstein-Opfern beizulegen.