Banken in den USA: First Republic Bank vor dem Aus – Eine Lösung wird für Sonntag erwartet
Das angeschlagene Geldhaus sucht seit Wochen einen Käufer.
Foto: ReutersNew York. Nach einem weiteren heftigen Kurssturz hat die First Republic Bank offenbar kaum noch Chancen, zu überleben. Ein Eingreifen durch die US-Einlagensicherung FDIC werde für Sonntag erwartet, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichteten. Die Aktie der Regionalbank aus San Francisco brach am Freitag erneut um rund 43 Prozent ein und wurde wegen der hohen Volatilität mehrfach vom Handel an der Wall Street ausgesetzt.
Das Papier kostete zum Ende des Handelstag am frühen Nachmittag in New York noch 3,51 Dollar und hat damit seit Jahresbeginn gut 97 Prozent an Wert verloren. Nach Börsenschluss gab die Aktie dann weitere 33 Prozent nach.
Die Verhandlungen laufen auf Hochdruck. Als wahrscheinlichste Lösung galt am späten Freitagabend, dass die Bank der FDIC unterstellt werde. Danach hätten Amerikas größte Bank, JP Morgan Chase und die große Regionalbank PNC Financial Interesse, First Republic zu übernehmen. Unklar war zunächst, ob die Institute die First Republic ganz oder nur Teile davon übernehmen wollen und ob sie Verlustübernahmen von der Regierung fordern. JP Morgan ist auch einer der Berater, die die First Republic vor Wochen angeheuert hatte.