Wall Street: Warum die Vertrauenskrise bei Regionalbanken so schwer zu stoppen ist
Die Pacwest steht unter Druck.
Foto: BloombergDenver. Es war nur eine kurze Ruhepause. Aber nach einigen Tagen der Erholung zeigt sich, dass die tiefe Vertrauenskrise der US-Regionalbanken noch lange nicht ausgestanden ist. Nach dem Kollaps der Silicon Valley Bank und der Signature Bank im März und dem Notverkauf von First Republic gerät nun erneut die Regionalbank Pacwest in den Fokus.
Zum Handelsstart an der Wall Street am Donnerstag sackte die Aktie von Pacwest um 25 Prozent ab. Das nach strategischen Optionen suchende Institut verpfändete zusätzliche Vermögenswerte, um mehr Liquidität bei der US-Notenbank aufnehmen zu können. Außerdem meldete das Geldhaus mit Sitz in Beverly Hills für die vergangene Woche einen Rückgang der Einlagen um 9,5 Prozent.
Der Börsenkurs von Pacwest war Anfang Mai auf ein Rekordtief gestürzt. Zuvor hatte das Institut mitgeteilt, den Verkauf strategischer Vermögenswerte zu prüfen. Auch die Aktien anderer Regionalbanken wie Western Alliance, KeyCorp und Zions Bancorp gerieten am Donnerstag unter Druck, auch wenn die Verluste deutlich geringer ausfielen.