Wechsel: Deutsche Bank holt Versicherungsmanager für das Privatkundengeschäft
Die Deutsche Bank stellt ihre Führungsmannschaft im Privatkundengeschäft neu auf.
Foto: imago images/Future ImageFrankfurt. Die Deutsche Bank besetzt einen wichtigen Posten in ihrer Privatkundensparte mit einem Versicherungsmanager: Dominik Hennen, bislang Vorstand der Talanx Gruppe, ist ab Oktober Leiter des Bereichs Personal Banking. Er ist damit für das breite Privatkundengeschäft der Marken Deutsche Bank und Postbank zuständig, teilte die Bank mit.
Die Aufgabe hat für die Bank eine große Bedeutung: Hennen berichtet formal zwar an den Chef des Deutschlandgeschäfts Lars Stoy. Er sitzt aber ebenso wie Stoy in dem von Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis geführten Führungsgremium der Privatkundensparte, dem Private Bank Executive Committee, und hat damit auch einen direkten Draht zum Privatkundenchef de Sanctis.
Den größten Teil seines Berufslebens war Hennen bislang im Versicherungsgeschäft aktiv. Dabei hat er allerdings viel Digitalisierungsexpertise gesammelt.
Diese Erfahrung zahlt auf die Pläne von de Sanctis ein, das breite Privatkundengeschäft möglichst umfassend zu digitalisieren. Zuletzt war Hennen bei Talanx Chief Transformation Officer im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherungen.
Zeitweise war er innerhalb der Talanx Gruppe für die digitale Transformation der HDI Versicherung zuständig. Dort hatte er sich auch interimistisch um den Kundenservice gekümmert, ein Aufgabenbereich, der aktuell der Marke Postbank große Probleme bereitet.
Dominik Hennen sitzt künftig ebenso wie Lars Stoy in dem von Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis geführten Führungsgremium der Privatkundensparte.
Foto: PRDa Hennen bereits früher eine Führungsposition im Versicherungsgeschäft der Postbank innehatte, kennt er den Deutsche-Bank-Konzern.
Zudem hat er zu Beginn seiner Karriere als McKinsey-Berater auch einmal Banken beraten.
Gossow verlässt Führungsmannschaft
Ein bekannter Manager der Privatkundensparte wird seine Leitungsfunktion nach Handelsblatt-Informationen dagegen aufgeben: Philipp Gossow habe sich dazu entschieden, dem Führungsteam der Privatkundenbank nicht mehr anzugehören, erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen.
Gossow, der früher einmal mit Stoy um die Führungsrolle in Deutschland konkurriert hatte, war zuletzt Vertriebschef im Privatkundengeschäft und unterhalb von Deutschlandchef Stoy angesiedelt.
Seine Rolle gebe es in der neuen Führungsstruktur nicht mehr, hieß es. Die alternativen Aufgaben, die er hätte übernehmen können, entsprachen dem Vernehmen nach nicht seinen Vorstellungen.