Standortentscheidung: Finanzplatz München boomt – Immer mehr US-Banken eröffnen Büros
Frankfurt. Die Metropole München wird immer attraktiver für internationale Großbanken. Die US-Bank JP Morgan kündigte zuletzt an, einen Standort an der Isar zu eröffnen – neben ihrer Niederlassung in Frankfurt. Auch Goldman Sachs und Morgan Stanley haben kürzlich Büros in der bayerischen Landeshauptstadt aufgebaut.
Knapp ein Fünftel der im Dax und MDax notierten Unternehmen ist in München angesiedelt. Unter den Tech-Dax-Firmen hat sogar mehr als ein Viertel in der Metropole eine Niederlassung. David Solomon, CEO von Goldman Sachs, sagte anlässlich der Eröffnung des Münchener Büros im Juni: „Wir möchten da sein, wo unsere Klienten sind.“
Schon jetzt ist Bayern das wichtigste deutsche Bundesland für die Wagniskapital- und Private-Equity-Branche, zeigen Zahlen der „Finanzplatz München Initiative“, eines Zusammenschlusses von rund 50 Unternehmen, Verbänden sowie wissenschaftlichen und staatlichen Institutionen. Doch: Warum zieht es Konzerne, Gründer und Geldgeber gleichermaßen in die teuerste Stadt Deutschlands – und nicht ins angesagte Berlin oder das Finanzzentrum Frankfurt?
Eine solche Konzentration börsennotierter Konzerne gebe es nirgendwo in Deutschland, sagt Marcus Schenck, Co-Chef des Investmentbankings bei der Finanzberatung Lazard. Hinzu kommt eine Vielzahl an Private-Equity-Gesellschaften, Tech-Unternehmen und Start-ups. Das alles macht München auch als Finanzplatz zusehends attraktiver.