Versicherer: Zurich steigert Gewinn um 36 Prozent – Dividende soll steigen
Geringere Belastungen durch die Pandemie stärken das Ergebnis.
Foto: ReutersZürich. Der Schweizer Versicherer Zurich hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr trotz schwerer Naturkatastrophen gesteigert. Weil die Belastungen durch die Corona-Pandemie zurückgingen, legte der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent auf 5,2 Milliarden US-Dollar (4,6 Milliarden Euro) zu, wie der Allianz-Konkurrent am Donnerstag in Zürich mitteilte. Dabei profitierte das Unternehmen auch von günstigen Marktkonditionen mit gestiegenen Tarifen.
Von den Prämieneinnahmen im Schaden- und Unfallgeschäft blieb nach Abzug der Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb ein so großer Teil übrig wie zuletzt vor 15 Jahren. Von den Ergebnissen sollen auch die Aktionäre profitieren. Die Dividende soll um zehn Prozent auf 22 Franken je Aktie stiegen.
Mit ihren Gewinnzahlen übertraf Zurich die Erwartungen der Analysten klar. Im Vorjahr hatten allein die Folgen der Corona-Pandemie den Konzern mit fast einer Milliarde Dollar belastet. Zuletzt fielen kaum mehr Corona-Belastungen an, wogegen Naturkatastrophen wie Hurrikan „Ida“ in den USA und die Sommer-Unwetter in Europa am Ergebnis zehrten.
„Zurich hat die stärkste Leistung seit langem erzielt“, sagte Konzernchef Mario Greco laut Mitteilung. Er habe volles Vertrauen, dass der Versicherer seine Ziele für 2022 erreichen oder übertreffen wird.
Zunächst will die Zurich Insurance Group den Verkauf von Lebensversicherungs-Altbeständen in Deutschland vorantreiben. „Wir erhalten Angebote“, sagte Greco am Donnerstag zur Nachrichtenagentur Reuters. „Es sind noch keine endgültigen Angebote, wir erhalten Offerten von verschiedenen Seiten.“ Zurich hoffe, den Verkauf in den nächsten Monaten abschließen zu können. Die Transaktion wäre „viel größer“ als das jüngst in Italien abgestoßene Lebensversicherungs-Portfolio, sagte Greco.
Am Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft in Australien will Zurich dem Manager zufolge festhalten. Im Herbst hatten Medien spekuliert, dass sich der Konzern von den Aktivitäten trennen könnte.