EZB: Anzeichen für weitere Zinssenkung verdichten sich
Frankfurt. Seit Wochen rätseln Analysten, ob die Europäische Zentralbank (EZB) im April die Leitzinsen weiter senken wird. Jüngste Aussagen von Entscheidungsträgern aus dem EZB-Rat deuten jedenfalls auf eine weitere Lockerung hin. Unterstützung erhalten sie von einer wichtigen Umfrage zur Konjunktur, die am Montag erschienen ist.
Denn der Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone, ein wichtiges Stimmungsbarometer der Wirtschaft, ist im März von 50,2 auf 50,4 Punkte gestiegen. Werte knapp über der 50-Punkte-Marke deuten darauf hin, dass die Wirtschaft geringfügig wächst. Es ist der beste Wert seit August 2024 – allerdings niedriger, als Ökonomen erhofft hatten.
Insbesondere in den Einkaufsmanagerumfragen in Deutschland (50,9 Punkte) und Frankreich (47,0 Punkte) ist ein zaghafter Aufwärtstrend auszumachen. Italien und Spanien, wo der Tourismus die Konjunktur antreibt, folgen später.
Positiv heben Experten ermutigende Signale aus der Industrie hervor. Der Stimmungswandel steht allerdings unter dem Vorbehalt neuer Zölle, mit denen US-Präsident Donald Trump ab Anfang April droht.
Wirtschaft könnte leicht wachsen
Zwar schwächeln der Umfrage zufolge die Dienstleister. Sie galten bislang als Impulsgeber der Konjunktur. Allerdings scheint der hartnäckige Preisauftrieb bei Dienstleistungen allmählich nachzulassen.