Geldpolitik: US-Notenbank Fed tastet Leitzins erneut nicht an und hält Kurs auf Zinswende
Frankfurt. Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins zum fünften Mal nacheinander unangetastet gelassen. Die Federal Funds Rate bleibt somit in der Spanne von 5,25 bis 5,5 Prozent. Die Entscheidung der Notenbanker am Mittwochnachmittag (Ortszeit) war so erwartet worden.
Für den Rest des Jahres deuten Amerikas Währungshüter nach wie vor drei Zinssenkungen an. Das geht aus ihren am Mittwoch aktualisierten Zinserwartungen hervor. Die Fed hält also Kurs auf die Zinswende, deren Beginn die meisten Analysten im Juni erwarten.
An den Märkten kommt die Aussicht auf drei Zinssenkungen bis Ende 2024 gut an: Die drei wichtigsten US-Börsenindizes – Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq – legten unmittelbar nach Veröffentlichung des Zinsentscheids zu und bauten die Gewinne im Laufe der Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell auf 0,8 bis ein Prozent aus.
Vor der Fed-Sitzung hatte es Mutmaßungen gegeben, die Währungshüter könnten nur noch zwei Zinssenkungen bis Jahresende andeuten. Anleger reagierten erleichtert, dass eine knappe Mehrheit der Fed-Notenbanker nach wie vor mit mindestens drei Abwärtsschritten im laufenden Jahr rechnet. Sie trieben den breit gefassten S&P 500 erstmals über die Marke von 5200 Punkten – der Index schloss knapp ein Prozent im Plus. Der Dow Jones und der Nasdaq beendeten den Tag ebenfalls rund ein Prozent fester.