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MonatsberichtDeutsche Wirtschaft wird im Sommer wohl ebenfalls nur stagnieren

Auch für das dritte Quartal 2023 prognostizieren Analysen der Bundesbank eine stagnierende Wirtschaft. Positive Vorzeichen beim Privatkonsum deuten auf einen weiteren Erholungskurs hin. 21.08.2023 - 13:32 Uhr Artikel anhören

Die Bundesbank rechnet in ihrem Monatsbericht mit einer weiterhin schwachen Industrieproduktion.

Foto: imago images/Olaf Döring

Berlin. Die deutsche Konjunktur tritt nach Einschätzung der Bundesbank auch im Sommer derzeit nur auf der Stelle. „Im dritten Quartal 2023 wird die deutsche Wirtschaftsleistung wohl erneut weitgehend unverändert bleiben“, teilte die Notenbank am Montag in ihrem Monatsbericht mit. Aufgrund der stabilen Beschäftigung und kräftiger Lohnsteigerungen bei rückläufigen Inflationsraten dürfte sich die Erholung des privaten Konsums fortsetzen.

Dies gebe auch den Dienstleistern einen Schub. Teilbereiche der Industrie und des Baus zehrten weiter von ihren hohen Auftragspolstern. Und aufgrund nachlassender Lieferengpässe könnten die Bestellungen schneller abgearbeitet werden. „Die Industrieproduktion wird dennoch wohl zunächst schwach bleiben, denn die Auslandsnachfrage war bis zuletzt tendenziell rückläufig“, erklärte die Bundesbank.

Die hohen Finanzierungskosten dürften weiter auf den Investitionen lasten. „Auch dämpfen sie nach wie vor die Nachfrage im Bausektor, was sich verstärkt in der Produktion niederschlagen dürfte“, hieß es. „Die deutsche Wirtschaft bleibt kraftlos, bei weiterhin hoher Inflation.“

Ende 2022 und Anfang 2023 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) jeweils geschrumpft und hatte im Frühjahr nur stagniert. Viele Fachleute erwarten auch für das Gesamtjahr 2023 einen Rückgang des BIP.

Der deutsche Staat wird laut Bundesbank auch in diesem Jahr ein deutliches Defizit verzeichnen. „Denn er stützt weiterhin umfangreich und krisenbezogen Unternehmen und private Haushalte.“

Gleichwohl dürfte das Defizit erneut sinken, nachdem es 2022 bei 2,7 Prozent der Wirtschaftskraft gelegen hatte. Denn verglichen mit dem Vorjahr dürften temporäre Stützungsmaßnahmen insgesamt an Gewicht verlieren.

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Dies gelte auch für 2024. „Im kommenden Jahr dürfte das Defizit nochmals fallen.“ Gleichzeitig stiegen die kreditfinanzierten Ausgaben des Bundes für Klimapolitik und Verteidigung stark.

rtr
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