Notenbank: Fed hebt Leitzins trotz Bankenkrise um 0,25 Prozentpunkte an
Die Inflationsdaten sind einer der wichtigen Faktoren für den aktuellen Kurs in der US-Geldpolitik.
Foto: ReutersNew York. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hält Kurs. Sie erhöhte den Leitzins am Mittwoch wie geplant um einen Viertelprozentpunkt auf die Spanne von 5,0 bis 5,25 Prozent. Damit ist der Leitzins so hoch wie seit 16 Jahren nicht mehr.
Die Notenbanker um Fed-Chef Jerome Powell deuteten jedoch für die kommende Sitzung im Sommer eine Zinspause an. Sie würden evaluieren, ob weitere Zinsschritte „angemessen sein werden“, heißt es in einer Erklärung.
Die Aktienmärkte drehten am Nachmittag ins Minus. Der Leitindex Dow Jones verlor kurz vor Handelsschluss in New York 0,5 Prozent. Der breit gefasste S&P 500 gab 0,3 Prozent nach. Der technologielastige Nasdaq gab die Gewinne des Tages weitgehend ab. Auch die Aktien der US-Regionalbanken drehten nach einem starken Vormittag ins Minus.
Die Fed hat die Zinsen seit März 2022 im Rekordtempo angezogen, um die Inflation zu bekämpfen. Die Inflation sei nach wie vor hoch, warnten die Notenbanker am Mittwoch. „Das US-Bankensystem ist robust und widerstandsfähig“, stellte die Fed klar. Daher sei der Zinsschritt gerechtfertigt.