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Österreichische NationalbankÖsterreichs Wirtschaftsminister Kocher wird neuer Notenbankchef

Der Wirtschaftsprofessor und frühere Direktor des Instituts für Höhere Studien wird im September 2025 den derzeitigen Notenbankchef Robert Holzmann ersetzen. 06.08.2024 - 23:25 Uhr
Martin Kocher wird neuer Notenbankchef. Foto: REUTERS

Wien. In Österreich wird Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Kocher im kommenden Jahr neuer Gouverneur der Notenbank. Der 50-jährige Wirtschaftsprofessor und frühere Direktor des Instituts für Höhere Studien (IHS) sei von der konservativ-grünen Bundesregierung für den Posten nominiert worden, teilte Kocher am Dienstagabend in einem Statement auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit. Kocher wird im September 2025 den derzeitigen Notenbankchef Robert Holzmann ablösen und damit Österreichs Vertreter im Rat der Europäischen Zentralbank. Zuvor berichteten die Agentur APA und andere Medien unter Berufung auf Regierungskreise über den Beschluss. Bundespräsident Alexander Van der Bellen muss die Postenbesetzung noch genehmigen, dies gilt aber als Formalität.

„Als Gouverneur der Österreichischen Nationalbank nominiert worden zu sein, ist eine große Ehre und Anerkennung“, so Kocher. Die wichtige Funktion wolle er mit größter Sorgfalt und einer weiterhin klaren Ausrichtung auf Sachlichkeit, Unabhängigkeit und Transparenz übernehmen.

Kocher galt lange als Favorit für den Posten. Der Wissenschaftler, der sich auf Verhaltensökonomie spezialisiert hat, gilt als parteilos, wurde aber von der konservativen ÖVP in die Regierung geholt. Geldpolitische Aussagen gibt es von Kocher bisher kaum. Der frühere Weltbankdirektor Holzmann gilt als geldpolitischer Falke. Im Juni sprach er sich als einziger Währungshüter gegen eine Zinssenkung aus.

Der Grund für die frühzeitige Nachbesetzung des Notenbankpostens ist, dass die Bundesregierung noch vor der Parlamentswahl Ende September Nachbesetzungen für wichtige Schlüsselpositionen beschließen will. In Umfragen für die Wahl führt derzeit die rechtspopulistische FPÖ.

rtr
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