US-Notenbank: Fed stellt zwei Zinsschritte bis Ende 2023 in Aussicht und erwartet höhere Inflation
Die US-Notenbank hat über ihre weitere Geldpolitik entschieden.
Foto: dpaWashington. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bereitet die Märkte auf eine Kursänderung vor. Da sich die Wirtschaft schnell von der Pandemie erhole, würden die Währungshüter nun „darüber nachdenken, die Anleihekäufe zurückzufahren“, sagte Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Washington. Das ist ein wichtiges Signal. Powell war in den vergangenen Wochen immer wieder dafür kritisiert worden, zu lange an der ultra-lockeren Geldpolitik festzuhalten, die die Fed seit Beginn der Pandemie eingeführt hat.
Auch zeigte sich Powell deutlich offener, was die künftige Entwicklung der Preise angeht. „Die Veränderungen in der Nachfrage können im Zuge der Öffnung der Wirtschaft stark sein und sich schnell bemerkbar machen“, gab der Fed-Chef auf einer Pressekonferenz zu bedenken. Das würde sich auch auf die Preise auswirken, wie in den USA bereits an verschiedenen Stellen bemerkbar ist.
„Es könnte sich herausstellen, dass die Inflation höher ist und länger anhält, als wir erwarten“, so Powell. Bislang war er stets davon ausgegangen, dass die Preissteigerungen nur temporär sein würden – eine Einschätzung, die viele Experten nicht teilen.