Zinserhöhung: Die Pläne der Fed sorgen für Unsicherheit an den Märkten
Auf ihrer nächsten Sitzung am 22. März legt die Notenbank neue Schätzungen zur künftigen Zinsentwicklung vor.
Foto: ReutersNew York, Frankfurt. Die mächtigste Notenbank der Welt lässt im Kampf gegen die Inflation nicht locker. Mit klaren Worten bereiten die Verfechter einer straffen Geldpolitik in den USA den Weg für die nächste Phase der Zinserhöhungen.
Angesichts überraschend starker Wirtschaftsdaten muss die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Ziele für ihre Leitsätze wohl erneut nach oben korrigieren. Eigentlich waren die Fed-Vertreter im Dezember von einem Leitzins von gut fünf Prozent zum Jahresende ausgegangen. Nun könnten es jedoch locker sechs Prozent sein, gibt Torsten Slok, Chefökonom des Finanzinvestors Apollo, zu bedenken. Derzeit liegt der Zins in einer Spanne von 4,5 bis 4,75 Prozent.
Die Fed könnte sogar das Tempo ihrer Zinserhöhungen wieder beschleunigen, wie gleich zwei Geldpolitiker in den vergangenen Tagen angedeutet haben. So sei eine Anhebung um einen halben Prozentpunkt bei der kommenden Sitzung im März „durchaus angemessen“, betonte Loretta Mester, die Chefin der regionalen Notenbank in Cleveland. Mester ist für ihre harte Haltung im Kampf gegen die Inflation bekannt.