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VerbraucherpreiseInflation in Niederlanden auf Zwei-Jahrestief – Halb so hoch wie in Deutschland

Besonders die Energiepreise sind in den Niederlanden deutlich schneller gesunken als in Deutschland. In einem anderen EU-Land steigt hingegen die Inflation. 31.08.2023 - 08:45 Uhr Artikel anhören

Die Lebensmittelpreise in den Niederlanden sind um zehn Prozent gestiegen.

Foto: dpa

Amsterdam. In den Niederlanden kommt der Abbau der Inflation deutlich schneller voran als in Deutschland. Dort stiegen die Verbraucherpreise im August mit 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat so langsam wie seit zwei Jahren nicht mehr, wie das Statistikamt am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Inflationsrate aktuell mit 6,1 Prozent mehr als doppelt so hoch.

„Die niederländische Inflation nimmt schneller ab, da die Energiepreise schneller sinken als in Deutschland“, sagte der Chefvolkswirt vom Finanzhaus ING, Carsten Brzeski. „Das hat natürlich mit den eigenen Gasvorkommen zu tun, aber auch mit flexibleren Verträgen.“ Dadurch würden die zuletzt gesunkenen Marktpreise etwas schneller beim Verbraucher ankommen.

Hinzu komme, dass die Methode für den Datenerhebung bei den Energiepreisen im Sommer verändert worden sei. „Vorher wurden nur neu abgeschlossene Verträge berücksichtigt, jetzt auch alte, noch laufende“, ergänzte Brzeski.

Im Juli lag die Teuerungsrate in den Niederlanden – der fünftgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone – noch bei 4,6 Prozent. Im September 2022 hatte sie infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine mit 14,5 Prozent ihren Höhepunkt erreicht. Für Entspannung sorgten im August die Energiepreise, die um 28,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat nachgaben. Lebensmittel verteuerten sich dagegen mit zehn Prozent erneut außergewöhnlich stark.

Zum Vergleich: In Deutschland stiegen die Energiepreise dem Statistischen Bundesamt zufolge im August um 8,3 Prozent zum Vorjahresmonat und damit stärker als im Juli mit 5,7 Prozent. Nahrungsmittel verteuerten sich hingegen mit 9,0 Prozent nicht ganz so stark wie in den Niederlanden.

Das europäische Statistikamt Eurostat will noch im Tagesverlauf eine erste Schätzung zur Inflationsentwicklung in der Euro-Zone vorlegen. Erwartet wird, das die Teuerungsrate im August von 5,3 auf 5,1 Prozent gesunken ist.

In einem anderen EU-Land steigt die Inflation unterdessen. Österreichs harmonisierte Inflationsrate liegt laut einer Schnelleinschätzung von Statistik Austria bei 7,6 Prozent im August. Im Juli lag sie noch bei sieben Prozent.

Der Anstieg gehe vor allem darauf zurück, dass die Treibstoffpreise die Inflation weitaus weniger senken als in den Monaten davor. „Die besonders hohen Anstiege der Preise im September und Oktober 2022 sprechen allerdings dafür, dass sich in den nächsten Monaten im Jahresvergleich der bisherige Trend zu sinkenden Inflationsraten fortsetzt“, sagte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

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