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Zweite WelleBundesbank schraubt Konjunkturprognose zurück

Für 2021 rechnet die Bundesbank nun mit einem kalenderbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 3,0 Prozent statt wie noch zuvor von 3,2 Prozent. 11.12.2020 - 09:58 Uhr Artikel anhören

Der Bundesbank-Präsident rechnet damit, dass das BIP nach dem Winterhalbjahr 2020/2021 wieder zulegen wird.

Foto: Reuters

Frankfurt. Die Bundesbank hat wegen der um sich greifenden zweiten Pandemiewelle und erneuter harter Eindämmungsmaßnahmen ihre Konjunkturprognose für das kommende Jahr leicht zurückgeschraubt.

Für 2021 werde nun ein kalenderbereinigter Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,0 Prozent statt wie noch zuvor von 3,2 Prozent erwartet, teilte die Bundesbank in ihrer am Freitag veröffentlichten halbjährlichen Vorhersage mit.

Für das laufende Jahr ist sie dagegen etwas weniger pessimistisch. Sie rechnet jetzt mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 5,5 Prozent statt wie bisher um 7,1 Prozent. Für 2022 wird ein Wachstum von 4,5 (Juni-Prognose: 3,8) Prozent und für 2023 von 1,8 Prozent prognostiziert.

„Unsere Projektionen sehen voraus, dass das BIP nach dem Winterhalbjahr 2020/2021 wieder kräftig zulegen wird,“ erklärte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Die wirtschaftliche Erholung werde vor allem vom privaten Konsum angetrieben.

„Wir gehen davon aus, dass die Eindämmungsmaßnahmen im Frühjahr 2021 aufgrund medizinischer Fortschritte schrittweise gelockert werden können und Konsummöglichkeiten wieder genutzt werden“, fügte er hinzu. Gegenwärtig erleide die deutsche Wirtschaft wegen der zweiten Pandemie-Welle wahrscheinlich einen begrenzten Rückschlag.

Die Bundesbank weist jedoch darauf hin, dass die Unsicherheiten für die wirtschaftlichen Aussichten aufgrund der Pandemie hoch seien. In einem ungünstigeren Szenario werde das Bruttoinlandsprodukt der größten Volkswirtschaft Europas erst Ende 2023 das Vorkrisenniveau erreichen.

Die Bundesbank weist jedoch darauf hin, dass die Unsicherheiten für die wirtschaftlichen Aussichten aufgrund der Pandemie hoch seien. In einem ungünstigeren Szenario werde das Bruttoinlandsprodukt der größten Volkswirtschaft Europas erst Ende 2023 das Vorkrisenniveau erreichen.

rtr, dpa
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