Baufinanzierung: „Käufer sollten nicht jedem Objekt hinterher hecheln“
Ein Gesetzesentwurf sorgt für Verwirrung.
Foto: Getty ImagesNach seinem Auftritt auf der Handelsblatt-Bühne bei der Stuttgarter Anlegermesse Invest geht Max Herbst an die Seite und stellt sich an einen Stehtisch. Herbst gilt als Grand Seigneur der Zinsvergleiche. Der Inhaber der FMH Finanzberatung analysiert seit mehr als drei Jahrzehnten die Konditionen der Baugeld-Anbieter. Er ist kein Finanzvermittler, in einzelnen Fällen berät er unabhängig gegen Honorar.
Eben dieses möchten sich jetzt viele Messe-Besucher sparen. Sie umringen den Frankfurter und schildern ihre privaten Baufinanzierungs-Nöte. Ein Fragesteller bringt selbst den alten Hasen Herbst fast aus dem Konzept. Der Mann berichtet von seinem Vermögen, eine dreistellige Millionen-Summe. Der Besitzer mehrerer Immobilien möchte wissen, ob er das Porto und die Kosten für das Schreibmaterial für die Korrespondenz mit der Bank von der Steuer absetzen kann. Zuvor hat der Autor mit Herbst folgendes Gespräch geführt.
Der Immobilienboom geht ins fünfte Jahr. Die Preise sind vor allen in den Metropolen vielerorts stark angestiegen. Lohnt eigentlich ein Investment in Immobilien immer noch?
Bundesbank, Banken oder Unternehmen aus der Immobilienbranche sehen bislang eher keine Immobilienblase in Deutschland. Der Grund: Die Mieten steigen fast im gleichen Tempo wie die Kaufpreise. Dagegen will zwar die Regierung etwas unternehmen, aber ob die Mietbremse das richtige Mittel ist, ist doch sehr fraglich. Der Investor sieht die langfristige Investition und der Eigennutzer die Mietersparnis. Unter dieser Betrachtung lohnt sich immer noch ein Investment in Immobilien.