Baufinanzierung: Wie Sie beim Hauskauf hohe Zinsen ausgleichen können
Ein Verhandlungsspielraum von bis zu 20 Prozent ist laut Check24 realistisch.
Foto: Imago/Westend61Düsseldorf. Hauskäufer, die den günstigsten Immobilienkredit suchen, finden zurzeit kaum ein Angebot unter der Marke von 3,7 Prozent Zinsen bei einer Zinsbindung von zehn Jahren. Das zeigt ein Blick in die Datenbank der FMH-Finanzberatung. Im Vorjahresmonat lag der durchschnittliche Bauzins noch bei rund 2,6 Prozent, im Januar 2022 sogar bei nur einem Prozent.
Die hohen Raten machen sich am Immobilienmarkt klar bemerkbar: Die Zahl der neu vergebenen Baudarlehen nahm in den vergangenen Monaten rasant ab. Laut der Unternehmensberatung Barkow Consulting war der vergangene März in dieser Hinsicht sogar der schwächste Monat seit der Finanzkrise 2008.
Für Menschen, die jetzt eine Immobilie kaufen wollen, sind die hohen Zinsen, die Banken aktuell auf ihre Baudarlehen geben, ein Hindernis. Die drohende monatliche Belastung durch die anfallenden Tilgungskosten verunsichert Interessenten, die auf Fremdkapital angewiesen sind.
Einen Weg, die Monatsrate auf das Niveau der Niedrigzinsphase zu senken, gebe es jedoch, erklärt Ingo Foitzik, Geschäftsführer des Bereichs Baufinanzierung beim Vergleichsanbieter Check 24: Immobilienkäufer sollten neben den Zinsen auch den Kaufpreis beachten – und einen Preisnachlass aushandeln.