China: Wie Makler in Shanghai die Immobilienkrise erleben
Shanghai. Würde er seinen Job in Chinas Immobilienbranche noch einmal ergreifen? „Nein, er ist so anstrengend, mental ermüdend“, antwortet Yuan Baolong von Jiasong Real Estate in Shanghai. Er ist nicht der einzige Makler, den Chinas Immobilienkrise zermürbt. „Es ist sehr schwierig geworden“, sagt sein Kollege Zhou Zhihao von Centaline Property. „Viele meiner Kollegen oder Fachleute in der Branche haben den Job gewechselt.“ Die Zahl der Hauskäufer sei zurückgegangen, Makler wie er müssten kämpfen. „Wir haben Mitarbeiter verloren“, sagt Zhou. „Das Geschäft läuft nicht gut, die Leute können kein Geld verdienen.“
Chinas Immobilienwirtschaft dümpelt vor sich hin. Während andere Wirtschaftszweige wie die verarbeitende Industrie oder der Dienstleistungssektor laut verschiedenen Indizes zumindest wieder etwas schneller wachsen und damit die Hoffnung auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Stimmung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nähren, gibt es aus dem Immobiliensektor wenig Optimistisches zu berichten – die erhoffte Trendwende ist jedenfalls nicht in Sicht.