Engel & Völkers: Christian Völkers: „Wir rühren die Marke nicht an, aber bauen den Maschinenraum aus“
„Seitdem ich vor zwei Jahren aus dem Vorstand in den Aufsichtsratsvorsitz gewechselt bin, habe ich intensiv an der digitalen Strategie gearbeitet.“
Foto: Engels & VölkersHamburg. Er ist Namensgeber des wohl bekanntesten deutschen Immobilienmaklers: Christian Völkers. Anfang August holte der inzwischen 65-jährige Gründer und Aufsichtsratschef des Maklerhauses Engel & Völkers den Finanzinvestor Permira an Bord. Für 60 Prozent der Anteile an der Firma zahlte der Fonds geschätzte 400 Millionen Dollar.
Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt Völkers nun den Hintergrund des Deals. Für ihn gehe es keineswegs darum, sich aufs Altenteil zurückzuziehen. Vielmehr habe er einen finanzstarken neuen Partner gebraucht. Denn die bisherigen Mitgesellschafter hätten sich gescheut, die dringend notwendigen Investitionen für die Zukunft zu stemmen, und viele wollten ohnehin die Gelegenheit zum Ausstieg nutzen. „Für die anstehende weitere Digitalisierung brauchen wir immer mehr Know-how. Das bringt der Investor Permira mit, der beispielsweise das schwäbische IT-Unternehmen Teamviewer weit vorangebracht hat“, erklärt Völkers.
Völkers will das Maklerhaus weiterentwickeln. Kunden sollen über den reinen Immobilienkauf hinaus ein Leben lang mit der Firma in Kontakt bleiben und sich über ein Plattformmodell etwa zu Bewertungsfragen, Verkaufsoptionen, den Markt oder andere Themen austauschen können. Getestet wird das erweiterte Plattformmodell nach seinen Worten bald in Großbritannien, wo die Firma gerade 5000 neue Mitarbeiter für den Aufbau des Geschäfts sucht. "Was gut funktioniert, wird unserem globalen Netzwerk zur Verfügung gestellt“, sagt Völkers.