Fake-Inserate: Betrug mit Wohnungsannoncen wird ausgeklügelter
Berlin. Es beginnt wie eine ganz normale E-Mail: „Vielen Dank für Ihr Interesse an der Wohnung! Ich möchte Ihnen einige Details mitteilen, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen können.“ Der Absender der E-Mail sei kürzlich dauerhaft nach Spanien umgezogen und wolle seine Wohnung ab sofort unbefristet vermieten. Um die Besichtigung und alle Formalitäten kümmere sich deshalb die Immobilienagentur Klenz.
Eines ist laut dem Verfasser vor der Besichtigung allerdings noch zu erledigen: Um die Wohnung zu reservieren, sei es notwendig, die erste Monatsmiete und die Kaution zu zahlen. Wer den geforderten Betrag zahlt, hat das Geld wohl verloren.
Die E-Mail ist Teil eines Betrugs mit gefälschten Wohnungsanzeigen. Dass auf Immobilienplattformen Kriminelle versuchen, den angespannten Mietmarkt auszunutzen, ist nicht neu. Die Betrüger werden allerdings raffinierter. Denn wer „Klenz Immobilien“ in eine Suchmaschine eingibt, landet beim Flensburger Immobilienmakler Oliver Klenz – samt vieler positiver Bewertungen zufriedener Kunden.
Betrüger nutzen Namen seriöser Unternehmen
Kriminelle gingen öfter so vor, warnt Christian Osthus, Geschäftsführer des Immobilienverbandes Deutschland (IVD): „Die Täter geben sich häufig als Vertreter seriöser Immobilienunternehmen aus und nutzen deren Namen, um Vertrauen zu erwecken.“ Auch die Polizei registriert zunehmend, dass Betrüger die Identität echter Immobilienfirmen stehlen.