Hypoport-Chef im Interview: Ronald Slabke zum geplatzten Traum vom Eigenheim
Für viele Familien ist der Traum vom Eigenheim in der Großstadt nicht mehr realisierbar.
Foto: Getty Images; Per-Anders PetterssonFrankfurt/Köln. Ronald Slabke hat ein anstrengendes Jahr hinter sich. Sein Unternehmen Hypoport, zu dem unter anderem der Baufinanzierungsvermittler Dr. Klein gehört, musste nach der Trendwende am Immobilienmarkt die Prognose zurücknehmen. „Wenn mich etwas nicht kaltgelassen hat im Herbst 2022, dann war es die Anpassung der internen Strukturen, die mit einem Stellenabbau verbunden war“, sagt der Chef des SDax-Konzerns im Interview mit dem Handelsblatt.
Wirklich in Rage redet er sich, wenn es um die Wohnungspolitik der Bundesregierung geht, gerne auch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Aktuell sei für viele Interessenten der Traum vom Eigenheim ausgeträumt: „Für viele Familien ist das ein Desaster.“
Lesen Sie hier das Interview mit Hypoport-Chef Ronald Slabke:
Herr Slabke, bis vor wenigen Jahren haben Sie persönlich noch zur Miete gewohnt. Was war der Grund, dass Sie nach mehr als zehn Jahren Immobilienboom doch noch gekauft haben?
Ja, ich habe Jahrzehnte zur Miete gewohnt, aber dann hat uns der damalige Vermieter die Wohnung zum Kauf angeboten – und ich habe 2019 zugegriffen. Inzwischen sind wir wegen des größeren Platzbedarfs für den Nachwuchs zwar in eine andere Eigentumswohnung gewechselt, aber ich habe den Schritt zum Kauf nicht bereut, auch wenn die Preise damals schon deutlich geklettert waren.