Immobilien: Adler Group darf sich selbst abwickeln: High Court genehmigt Sanierungsplan
Der Londoner High Court hat über die Zukunft der Immobiliengruppe Adler entschieden.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Im Kampf um ihre Zukunft hat die Adler Group einen wichtigen Erfolg errungen: Der Londoner High Court hat grünes Licht für den umstrittenen Restrukturierungsplan des schwer angeschlagenen Immobilienkonzerns gegeben. „Ich werde einen Beschluss erlassen, der den Plan genehmigt“, sagte Richter Tom Leech bei der Verkündung seines Urteils am Mittwochvormittag.
Adler darf nun knapp eine Milliarde Euro neue Schulden machen und bekommt mehr Freiheiten bei der Rückzahlung von Anleihen in Höhe von insgesamt 3,2 Milliarden Euro, die in den kommenden Jahren fällig werden. Die Gläubiger erhalten im Gegenzug höhere Zinsen. Der Konzern vermietet in Deutschland derzeit 26.000 Wohnungen, seine Schulden belaufen sich auf mehr als sechs Milliarden Euro.
Alders Plan zielt nicht auf die Rettung des Konzerns, sondern auf dessen selbstbestimmte Abwicklung. Das Unternehmen will sich bis 2026 von allen Wohnungen und Baustellen trennen und seine Gläubiger voll auszahlen. Vor Gericht hatten Adler-Anwälte argumentiert, dass auf diesem Weg mehr Kapital gerettet werde als im Insolvenzszenario. Der Richter folgte offenbar dieser Sicht.