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ImmobilienBaugenehmigungen für Wohnimmobilien brechen ein

Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2022 insgesamt 6,9 Prozent weniger Baugenehmigungen. Dabei werden in Deutschland dringend neue Wohnungen benötigt. 10.03.2023 - 11:00 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Besonders Einfamilienhäuser wurden im vergangenen Jahr deutlich weniger genehmigt.

Foto: dpa

Berlin. Steigende Material- und Zinskosten haben die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im vergangenen Jahr einbrechen lassen. Trotz akuten Wohnungsmangels in Deutschland sanken sie im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent oder 26.300 auf 354.400, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit 2018. Im Vorjahr 2021 wurde mit 380.700 Baugenehmigungen noch der höchste Stand seit 1999 erreicht. Besonders private Bauherren hielten sich im vergangenen Jahr zurück.

"Aber von einem kompletten Baustopp kann keine Rede sein", sagte Bundesbauministerin Klara Geywitz. Der Überhang von genehmigten, aber nicht gebauten Wohnungen steige voraussichtlich weiter. 2022 seien mehr neue Wohnungen genehmigt als 2021 fertiggestellt worden.

"Aufgrund von deutlich verschlechterten Rahmenbedingungen und Kapazitätsengpässen in der Branche ist die Bauzeit in den letzten Jahren gestiegen", sagte die SPD-Ministerin. "Dem werden wir durch vereinfachte Planungs- und Genehmigungsverfahren, einer stärkeren Digitalisierung und einem Fokus hin zum seriellen und modularen Bauen begegnen."

Die Baubranche rechnet allerdings nicht mit einer baldigen Trendwende. „Die schwierige Mischung aus steigenden Zinsen, stark zulegenden Material- und Baupreisen, gestoppter Neubauförderung und sinkenden verfügbaren Einkommen hat vor allem ab der Jahresmitte 2022 den Wohnungsneubau abgewürgt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller. „Die Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum ist so für lange Zeit nicht mehr möglich.“

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