Immobilien: Diese Projekte werden als Häuser des Jahres 2025 ausgezeichnet
Düsseldorf. Die Schlagzeilen in der Baubranche sind derzeit selten stimmungserhellend. Zu wenig Neubauten. Zu teuer. Zu viele Bauvorschriften. In dieser Gemengelage gibt es jedoch Bauherren, die in der kleinsten Lücke Platz für ein Wohnhaus sehen, die mit Materialien Nachhaltigkeit und Ästhetik verbinden und dank ihres architektonischen Wagemuts Straßenbilder bereichern.
Jährlich zeichnet der Wettbewerb „Häuser des Jahres“ solche Immobilien aus. Die zeitgleich dazu erschienenen Bildbände im Callwey-Verlag können dabei mehr sein als ein Verzeichnis lobenswerter Architektur.
Denn Architektur, die Freude macht anzuschauen, ist nicht allein sündhaft teuren Villen vorbehalten, sondern findet sich im Wohnungsbau von Genossenschaften ebenso wie in medizinischen Praxen, gar Kliniken.
Den ersten Preis bei den Wohnhäusern erhielt ein auf den ersten Blick kaum spektakulärer Entwurf eines Zweifamilienhauses in Holzbauweise.
Solarmodule auf dem Dach, umsichtige Verwendung des zur Verfügung stehenden Raums, der 1. Preis scheint auch einer für Vernunft und Umsicht zu sein.
Das Beste aus den Gegebenheiten zu machen, wäre etwas, was den gesamten Wohnungsbau in Deutschland befördern würde. Gelungen ist das dem ausgezeichneten Bau eines Wohnhauses im Steingauquartier in Kirchheim unter Teck, das wirkt wie viele jüngere Quartiere. Dem Büro Mehrarchitekten gelang es, auf einer Fläche von 4,50 Breite und 12,5 Meter Länge mitten in die Bebauung ein Familienhaus zu planen, das im Inneren auf drei Etagen licht und offen wirkt.