Immobilien: Insolvenzverwalter erhebt Vorwürfe gegen Christoph Gröner
Düsseldorf, Berlin. Als der Bauunternehmer Christoph Gröner im Sommer 2024 seine Firmengruppe neu sortierte, schwante Gläubigern Übles. Mancher meinte, Vorbereitungen für eine Insolvenz erkennen zu können. Gröner und sein Anwalt wiesen das brüsk zurück. Der Vorwurf entbehre „jedweder Grundlage“. Ein Jahr später ist die frühere Dachholding Gröner Group GmbH pleite, und Insolvenzverwalter Philipp Hackländer erhebt schwere Vorwürfe gegen Gröner und das Management.
Nach Handelsblatt-Informationen sieht er in der Umstrukturierung ein komplexes Geflecht zur Verschiebung großer Vermögenswerte. Transaktionen seien erfolgt, obwohl man gewusst habe, dass umfangeiche Zahlungsverpflichtungen nicht hätten erfüllt werden können. Eine Sprecherin des Unternehmens wies das zurück: „Die Gröner Group GmbH hat weder Vermögenswerte verschoben noch unübliche Transaktionen durchgeführt.“
Hackländer hat am Amtsgericht Leipzig sein Insolvenzgutachten vorgelegt und bringt es in dem 86 Seiten langen Dokument auf folgenden Punkt: Eine Insolvenzreife der Gröner Group könnte deutlich vor Oktober 2024 vorgelegen haben, als der Emerald-Fonds mit einem Insolvenzantrag das Verfahren ins Rollen brachte. So steht es im Gutachten, über das am Montag zunächst der „Business Insider“ berichtet hatte.