Immobilien-Investor: Kriselnde Adler Group schreibt Verlust im Quartal
Die Adler Group verfügt nach eigenen Angaben über rund 26.000 Wohnung.
Foto: IMAGO/ZoonarDüsseldorf. Der angeschlagene Immobilien-Investor Adler Group hat im ersten Quartal einen Verlust geschrieben. Von Januar bis März fiel unter dem Strich ein Minus von 55 (Vorjahr: Minus 10) Millionen Euro an, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Durch den Verkauf von Wohnungspaketen schrumpfte der operative Ertrag (FFO 1) auf 16 Millionen Euro von 30 Millionen Euro vor Jahresfrist. „Unser Kernportfolio bleibt robust“, hieß es in einer Mitteilung.
Die Adler Group verfügt nach eigenen Angaben noch über rund 26.000 Wohnungen und will sich im Rahmen ihres Umbaus künftig vor allem auf Immobilien in Berlin konzentrieren. „Die Bewertung des Portfolios blieb im ersten Quartal weitgehend unverändert, da keine Portfolio-Begutachtungen durchgeführt wurden“, teilte Adler weiter mit. Den Ausblick für 2023 bestätigte das Management und erwartet weiter Nettomieterträge in der Größenordnung von 207 Millionen bis 219 Millionen Euro.
Adler steht an vielen Fronten unter Druck. Das vergangene Jahr hatte der Konzern wieder mit einem Milliarden-Verlust abgeschlossen. Wirtschaftsprüfer der KPMG hatten unter anderem für den Jahresabschluss 2021 das Testat verweigert. Ausgelöst wurden die Turbulenzen bei Adler auch durch Vorwürfe der Gesellschaft Viceroy des Leerverkäufers Fraser Perring, bei Adler gebe es bei der Bewertung von Immobilien Mängel. Diese seien teils künstlich überhöht worden. Adler hatte die Vorwürfe von Fraser zurückgewiesen.