Immobilien: Knapp und teuer – Baugrundstücke treiben Preise für den Hausbau
München. Seit Jahren steigen die Preise für Baugrundstücke schneller als die Baukosten. In einigen Kommunen macht der Preis des Grundstücks bereits mehr als die Hälfte der gesamten Investitionskosten für den Neubau aus, hat der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie ermittelt. „Oft scheitern Bauwillige schon zu Beginn an den hohen Grundstückskosten und der geringen Auswahl“, sagt Kai Warnecke, Präsident des Eigentümerverbands Haus & Grund.
Potenzielle Bauherren, die etwa ein frei stehendes Einfamilienhaus planen, brauchen ein baureifes Grundstück: ein vollständig erschlossenes Stück Land mit Straßen, Kanalisation sowie Leitungen für Strom, Wasser, Gas, Fernsehen und Telefon. Die Preise für diese begehrten Flächen sind in den Jahren von 2012 bis 2022 bundesweit durchschnittlich um 83 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat.
Anschließend kam es zwar durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zu einem kurzen Preiseinbruch, da sich damit auch das wirtschaftliche Umfeld verschlechtert hat und die Verunsicherung sich auf den Immobilienmarkt auswirkte. Doch seit Mitte vergangenen Jahres ziehen die Grundstückspreise wieder an. Und das Interesse sinkt, weil viele sich diese Preise nicht mehr leisten können oder wollen.